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Tomas Pecek hatte geladen und alle kamen. Der langjährige Spieler des SV Neusorg, eine tragende Säule bis in die Spitzenregionen der Landesliga, feierte mit seinen ehemaligen Mitspielern in seiner Heimatgemeinde seinen Abschied vom Fußball. Der nunmehr 42-jährige Tscheche aus Neusorgs Partnergemeinde Skalna hatte viele Jahre in der Fichtelgebirgsgemeinde gewirkt, ehe ihn sein Klassenkamerad und Schulfreund Pavel Nedved nach Turin rief. Nach zwei Europapokalsiegen und der italienischen Meisterschaft mit Lazio Rom wechselte dieser 1991 für eine Summe von 41,2 Mio Euro als Nachfolger von Zinedane Zidane zu Juventus Turin. Fortan fungierte Tomas Pecek als dessen Berater, sein Spielerpass blieb jedoch in Neusorg und wann immer es seine Zeit und Heimataufenthalte erlaubten, mischte er weiterhin beim SVN mit. In den letzten Jahren unterstützte er seinen langjährigen Freund und Mitspieler Dietmar Lingl in dessem Bemühen, als Trainer den FC Niedermurach (Kreis Schwandorf) erstmals zum Aufstieg zu führen, was natürlich gelang.
Das Abschiedsspiel führte noch einmal viele der ehemaligen Mitspieler Tomas Peceks beim SV Neusorg zusammen. Natürlich durfte mit Pavel Nedved, Europas Fußballer des Jahres 2003, auch der engste Freund nicht fehlen, der über 90 Minuten sein Können wiederholt aufblitzen ließ. Extra aus Turin angereist waren vier Tifosi, die ihr langjähriges Idol noch einmal spielen sehen wollten. Nicht nur mit seiner Kopfballstärke überzeugte auch der 74-malige Nationalspieler Vratislav Lokvenc , ebenfalls ein enger Freund Peceks, der Anfang des Jahrtausends mit Miroslav Klose beim 1. FC Kaiserslautern ein torgefährliches Sturmduo bildete und in 145 Bundesligaspielen 45 Tore erzielte.
Am Ende musste sich der SV Neusorg nach einem offenen Schlagabtausch mit 3:5 geschlagen geben. Für den SVN waren Dietmar Lingl (2) und Jürgen Zanner erfolgreich, die Tore für Tomas tschechisches Team erzielten Pavel Nedved und Vratislav Lokvenc (je 2) sowie Nedveds Sohn Pavel junior.

Unser Bild zeigt stehend von links Michael Hörl, Jürgen Zanner, Lucian Gita, Uwe Seber, Tomas Pecek, Dietmar Lingl, Gerald Sacher, Jürgen Grätz, Harald Klein, Betreuer Gasparetto sowie in der Hocke von links Rainer Wegmann, Marcel Gita, Richard Hahlweg, Manfred Zintl, Karel Novak, Jiri Drobny und Pavel Nedved.
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